Mit einer Verschrottungsprämie für alte Vibratoren aus Jelly-Material verfolgen die Initiatoren der Initiative gleich mehrere Ziele. Neben der Vermeidung möglicher gesundheitlicher Schäden durch Jelly soll positive Stimmung in heimische Schlafzimmer und neuer Schwung in die heimische Erotik-Branche kommen. Die Politik in Deutschland und Österreich ist eingeladen, das ehrgeizige Projekt zu unterstützen.
Bis zu EUR 40,– für einen alten Vibrator
Der Austausch alter, möglicherweise gesundheitsgefährdender Freudenspender gegen neue, aus medizinischem Silikon und Elastomed wird, abhängig vom gewählten Neugerät, mit bis zu EUR 40,– belohnt. Das stellt eine Ersparnis von rund 30 Prozent dar.
Neben der Ersparnis durch diese Prämie und den positiven gesundheitlichen Aspekten soll, gerade in Zeiten der Finanzkrise, auch wieder gute Laune in heimische Schlafzimmer kommen. Und: Vibratoren sind nicht nur was für Frauen!
Die Initiative setzt wichtige Schritte im Gesundheitsbereich, denn die Prämie gibt es nur bei Rückgabe eines Vibrators aus Jelly-Material. Vor der Gesundheitsgefährdung durch Jelly warnen unter anderem Greenpeace und der Öko-Test. Hier wird nicht gewartet, bis der Gesetzgeber etwas tut, hier wird gehandelt!
Jelly ist ein Kunststoff aus PVC, der mit Weichmachern (Phthalaten) angereichert wird. Einige Phthalate haben hormonähnliche biochemische Eigenschaften, werden über die Schleimhäute aufgenommen und könnten unter Umständen zu gesundheitlichen Schäden führen. Verboten ist derartiger Weich-PVC in Kinderspielzeug, im Medizin- und Lebensmittelbereich, darf jedoch bis heute bei Sexspielzeug verwendet werden, obwohl er mit den Schleimhäuten in Kontakt kommt.
“Deutsch-Österreichische Freundschaft”
Als Partner hat man den Bremer Lovetoy-Hersteller Fun Factory gewinnen können. Deren Produkte wurden mehrfach vom Öko-Test mit sehr gut beurteilt, der innovative Vibrator Delight erhielt als erstes Lovetoy weltweit den begehrten reddot design award und die Vibratoren werden ausschließlich aus absolut hochwertigen Materialien in Deutschland produziert.
Zurückgegeben werden können alte Vibratoren aus Jelly beim Erotik-Versender LustundLiebe.at – http://www.lustundliebe.at/schrott – und bei den Dessous- und Lovetoy-Partys von ENGEL9.at – http://www.engel9.at/schrott. Unter den angegebenen Internet-Adressen finden Interessierte alle notwendigen Informationen und ein “Verschrottungs-Formular”. Dieses wird, gemeinsam mit dem Alt-Vibrator, an die angegebene Adresse geschickt und umgehend kommt das neue Spielzeug diskret verpackt nach Hause.
Stattliche – nicht staatliche – Prämie
Bisher ist die Initiative rein privater Natur. Ob sich das ändert, hängt von den Politikern ab, die Anfang Februar von den Initiatoren kontaktiert wurden. Reaktionen liegen bis jetzt nicht vor, die Initiative wird aber in jedem Fall vorerst bis Jahresende 2009 durchgeführt.
Weiterführende Informationen: